Sa Penya
Sa Penya ist das alte Fischerviertel Ibizas und liegt unterhalb der Stadtmauer am südwestlichen Ende des Hafenbeckens. Sa Penya ist eines der ältesten Viertel der Unterstadt. Die Häuser von Sa Penya sind eng aneinandergereiht und wirken wie an den ansteigenden Fels des Festungshügels geklebt. Die Häuser sind schlicht und in weißer Farbe im typisch kubischen Ibizastil gehalten. Durch die enge Bauweise ergeben sich viele verwinkelte Gässchen, die mit Treppen miteinander verbunden sind. Autos haben in Sa Penya keine Chance. Die engen Gassen und verwinkelten Sträßchen deuten darauf hin, dass hier immer ärmere Bevölkerungsschichten gelebt haben und auch heute noch leben. Obwohl in den letzten Jahren sehr viel für die Renovierung des alten Viertels getan wurde ist die Bausubstanz zumeist nicht die Beste. Vor allem nahe der Stadtmauer, im oberen Teil wirkt das Viertel am Tag wenig einladend, auch verirren sich hierher nur wenige Touristen. Im unteren Teil in Richtung Hafen ist Sa Penya deutlich attraktiver. Nachts tobt hier das pralle Leben. Hervorzuheben ist die Calle de la Virgen, der Schwulentreffpunkt der Insel. Hier finden sich viele einschlägige Bars,Diskotheken und einige sehr gute Boutiquen. Obwohl Sa Penya sehr vom schwulen Publikum geprägt ist sieht man auch viele Heteropärchen und sogar Neckermann Touristen beim Sightseeing. Auf der Ostseite vom Portal de ses Taules befinden sich mit dem Dome und dem Angelos zwei der angesagtesten Adressen der Ibiza Nightlife Szene. Im Dome enden in der Regel auch die Promotionumzüge der großen Diskotheken.
Direkt am Hafen, der Calle Barcelona sowie Calle Garijo folgend und bis zum Placa d'Antoni Riquer verlaufend befindet sich die sogenannte "Meile" oder auch "La Pista". An diesem Streifen reihen sich DIE Szene-Bars Ibizas aneinander. In den Sommermonaten findet sich hier alles was jung, schön, reich, ausgeflippt und berühmt ist bzw. es gerne wäre. Es ist der Laufsteg Ibizas und Startpunkt für alle abendlichen Vergnügungen der Insel. An der Meile schlägt das Herz des ibizenkischen Nachtlebens.
Die Gassen sind ab 23 Uhr sehr überfüllt und an den Bars versuchen ziemlich aggressive Schlepper
unerfahrene Touristen zum Verzehr von Getränken zu ermuntern. Die Versprechungen reichen von Happy Hour bis zu Freikarten für den späteren Clubbesuch (die Betonung liegt hier aber bei "sie versprechen", bzw. diese müssen teuer in Form von Getränken mit Preisen auf Clubniveau bezahlt werden ) - am besten ignorieren bzw. genau nachfragen was Ihr nachher bekommen sollt - hier gab es schon böse Überraschungen. Die Promotionteams vieler Diskotheken nutzen diesen belebten Ort auch, um in phantasievollen und zuweilen skurrilen Umzügen für nächtliche Partys zu werben und ihre Flyer zu verteilen. Mit diesen Flyern bekommt man in den Discos meist Ermäßigungen bzw. freien Eintritt.


