Dalt Vila

Die Altstadt von Ibiza-Satdt (Dalt Vila) ist sehr sehenswert. Sie ist des UNESCO Weltkulturerbes der Menschheit. An dieser Stellen nehmen wir Euch mit auf einen Rundgang durch die Gassen.

Ein Rundgang durch Dalt Vila

Vom Placa de la Constitucio sollte man Dalt Vila durch das fast nicht zu verfehlende Portal de Ses Taules betreten. Der Großteil von Dalt Vila ist nicht mit dem Auto befahrbar. Aufgrund der engen Gassen ist auch dringend davon abzuraten mit dem Fahrzeug die Festung zu befahren.

Stadttor Portal de Ses Taules
Portal de ses Taules
Schon beim Betreten der Festung werden die ungeheueren Ausmaße der Befestigungen anhand der meterdicken Mauern klar. Die Altstadt wird geprägt von engen Gassen die wiederum in kleinen mit Bepflanzungen verschönerten Plätzen münden, um die sich vor allem im unteren Teil Restaurants, Geschäfte und Boutiquen angesiedelt haben.
Auch das Museum für zeitgenössische Kunst, das Museu d´Art Contemporani direkt über dem Portal de Ses Taules ist mit seiner Ausstellung zeitgenössischer Kunst durchaus einen Besuch wert. Es ist innerhalb des das Portals bewachenden Baluard de San Joan untergebracht.

Direkt hinter dem Stadttor am Placa de Vila befinden sich in malerischer Kulisse ein paar der besten Restaurants Ibizas. Die Placa de Vila ist wohl am Abend der einize Teil von Dalt Vila wo tatsächlich etwas vom Trubel der Unterstadt (Sa Penya/La Marina) zu spüren ist. Folgt man parallel der Mauer den Gassen in westlicher Richtung über den Platz kommt man zum etwas abseits liegenden Placa del Sol an dem es sich ebenfalls in etwas weniger lebhaften Altstadtambiente vorzüglich speisen lässt.

Blick Baluard de Santa Lucia
Blick vom Baluard St. Lucia

Geht man von der Placa de Vila in östlicher Richtung kommt man auf eine der wenigen befahrbaren Straßen der Altstadt. Linker Hand befindet sich das Bollwerk (Baluard) Santa Lucia, welche einst den Pulverturm von Dalt Vila beheimatet hat. Es handelt sich um das größte Bollwerk der Festung und man hat einen schönen Blick über das Viertel Sa Penya auf den Hafen. Vom Bollwerk aus kann man der Mauer entlang nach etwas 100 Metern zu einem Gebäudekomplex, der bis zur Säkularisation ein Domenikanerkloster beherbergte. Die Klosterkirche Sant Domenec wirkt mit seinen flachen, ziegelbedeckten Kuppeln fast wie eine Moschee. Im Inneren findet man barocke Altäre vor. Der ehemalige Convent des Klosters beherbergt heute die Stadtverwaltung (Ajuntament) von Ibiza-Stadt (Eivissa). Folgt man vor hier aus weiter der Stadtmauer, gelangt man über einen Parkplatz unterhalb der mächtigen Mauern zu einem Tunnel nach oben. Auf dunklen steilen Treppen führt der Weg hinauf zum Baluard de Sant Bernard und damit fast zur Kathedrale.

 

Nimmt man vom Placa de Vila den direkten Weg geht es hierher deutlich schneller. Die Gassen der Altstadt winden sich nach oben. Zwischendurch kann man den Weg auf schmalen Treppen abkürzen. Ganz oben auf dem Hügel thront die weithin sichtbare Kathedrale Santa Maria De Las Nieves, die vor allem Abends wenn sie angestrahlt wird die Szenerie beherrscht. Die Kathedrale wurde auf den Fundamenten früherer Kultstätten der Phönizier, der Römer und der

Dalt Vila gassen
Sa Penyas Gassen
Araber errichtet. Auch heute noch kann man sich Ausgrabungsstücke aus diesen Epochen anschauen und sich von der geschichtsträchtigen Bedeutung dieses Orts überzeugen. Die meisten dieser Funde sind im direkt neben der Kathedrale befindlichen Museu Arqueologic ausgestellt. Die historische Bedeutung von Dalt Vila war mit ein ausschlaggebender Grund dafür Ibiza 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO zu machen.

Das Fundament der christlichen Kathedrale wurde im 14. Jahrhundert gesetzt. Im 18.Jahrhundert wurden die mittelalterlichen Teile weitgehend durch barocke Elemente ersetzt. Es gibt aber ein kleines Museum in dem man sich über die mittelalterliche Epoche von Santa Maria De Las Nieves informieren und Stücke aus jener Zeit betrachten kann. Vom Platz vor der Kirche hat man einen wundervollen Ausblick auf den Hafen und die Stadtteile vor den Festungsmauern: Sa Penya und La Marina.

Neben der Kathedrale befinden sich in der Oberstadt noch weitere Sakralbauten. Westlich der Placa de la Cathedral befindet sich die Església de l'Hospital, die heute eine Aussenstelle des oben bereits erwähnten Museums für

Església de l'Hospital
Sant Cirac
zeitgenössische Kunst beherbergt. Etwas oberhalb liegt die kleine Kapelle Capella de Sant Cirac. Die Kapelle erinnert an den 8. August 1235 an dem der erste katalanische Soldat an jener Stelle die maurische Festung betreten haben soll.

 

Das Kastell gegenüber der Kathedrale bildete schon zu karthagischen bzw. römischen Zeiten den Kern der Festung. Es befindet sich leider in einem sehr schlechten Zustand und ist deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt. Die kostspielige Renovierung war lange Dauerthema des Inselparlaments. Ein Lösung wurde aber gefunden und die Restaurierung ist bereist im Gange. Die Festung wird ab 2011 ein Luxushotel der spanischen Parador Gruppe beheimaten und im alten Glanz erstrahlen.


Am Baluard de Sant Bernard von dem sich eine phantastische Aussicht bietet kann man über einen Panoramaweg entlang meherer Bastionen der Festung bis hinunter zum Baluard des Portal Nou spazieren, wo man durchs Stadttor hinunter in Richtung Placa de la Parc gelangt.

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