Dalt Villa
Vom Placa de la Constitucio sollte man Dalt Villa durch das fast nicht zu verfehlende Portal de Ses Taules (Karte) betreten. Der Großteil von Dalt Villa ist nicht mit dem Auto befahrbar. Aufgrund der engen Gassen ist auch dringend davon abzuraten mit dem Fahrzeug die Festung zu befahren.
Schon beim Betreten der Festung werden die ungeheueren Ausmaße der Befestigungen anhand der meterdicken Mauern klar. Die Altstadt wird geprägt von engen Gassen die wiederum in kleinen mit Bepflanzungen verschönerten Plätzen münden, um die sich vor allem im unteren Teil Restaurants, Geschäfte und Boutiquen angesiedelt haben.
Auch das Museum für zeitgenössische Kunst, das Museu d´Art Contemporani (Karte) direkt über dem Portal de Ses Taules ist mit seiner Ausstellung zeitgenössischer Kunst durchaus einen Besuch wert. Es ist innerhalb des das Portals bewachenden Baluard de San Joan untergebracht.
Direkt hinter dem Stadttor am Placa de Vila (Karte) befinden sich in malerischer Kulisse ein paar der besten Restaurants Ibizas. Die Placa de Vila ist wohl am Abend der einize Teil von Dalt Villa wo tatsächlich etwas vom Trubel der Unterstadt (Sa Panya/La Marina) zu spüren ist. Folgt man parallel der Mauer den Gassen kommt man zum etwas abseits liegenden Placa del Sol (Karte) an dem es sich ebenfalls in etwas weniger lebhaften Altstadtambiente vorzüglich speisen lässt.
Die Gassen der Altstadt winden sich nach oben. Zwischendurch kann man den Weg auf schmalen Treppen abkürzen. Ganz oben auf dem Hügel thront die weithin sichtbare Kathedrale Santa Maria De Las Nieves (Karte), die vor allem Abends wenn sie angestrahlt wird die Szenerie beherrscht. Die Kathedrale wurde auf den Fundamenten früherer Kultstätten der Phönizier, der Römer und der
Araber errichtet. Auch heute noch kann man sich Ausgrabungsstücke aus diesen Epochen anschauen und sich von der geschichtsträchtigen Bedeutung dieses Orts überzeugen. Die meisten dieser Funde sind im direkt neben der Kathedrale befindlichen Museu Arqueologic ausgestellt. Die historische Bedeutung von Dalt Villa war mit ein ausschlaggebender Grund dafür Ibiza 1999 zum Weltkulturerbe der UNESCO zu machen.
Das Fundament der christlichen Kathedrale wurde im 13. Jahrhundert gesetzt. Im 18.Jahrhundert wurden die mittelalterlichen Teile weitgehend durch barocke Elemente ersetzt. Es gibt aber ein kleines Museum in dem man sich über die mittelalterliche Epoche von Santa Maria De Las Nieves informieren und Stücke aus jener Zeit betrachten kann. Vom Platz vor der Kirche hat man einen wundervollen Ausblick auf den Hafen und die Stadtteile vor den Festungsmauern: Sa Penya und La Marina.
Neben der Kathedrale befinden sich in der Oberstadt noch weitere Sakralbauten. Westlich der Placa de la Cathedral befindet sich die Església de l'Hospital (Karte), die heute eine Aussenstelle des oben bereits erwähnten Museums für
zeitgenössische Kunst beherbergt. Etwas oberhalb liegt die kleine Kapelle Capella de Sant Cirac. Die Kapelle erinnert an den 8. August 1235 an dem der erste katalanische Soldat an jener Stelle die maurische Festung betreten haben soll.
Das Kastell (Karte) gegenüber der Kathedrale bildete schon zu karthagischen bzw. römischen Zeiten den Kern der Festung. Es befindet sich leider in einem sehr schlechten Zustand und ist deshalb für die Öffentlichkeit gesperrt. Die kostspielige Renovierung ist Dauerthema der Inselparlamante.
Am Baluard de Sant Bernard (Karte) von dem sich eine phantastische Aussicht bietet kann man über einen Panoramaweg entlang meherer Bastionen der Festung bis zum Baluard des Portal Nou (Karte) spazieren, wo man durchs Stadttor hinunter zur Passeig Vara de Rey (Karte) gelangt. Ebenfalls am Baluard de Sant Bernard kommt man durch zwei alte gut beleuchtete Tunnels zur Placa
de Espanya (Karte) im unteren östlichen Teil von Dalt Villa. Hier liegt in einem alten Klostergebäude das Rataus von Eivissa.
Vorbei an der ehemaligen Klosterkirche Església de Sant Domingo (Karte)gelangt man zur gigantischen Bastion der Baluard de Santa Lucia (Karte). Von hier hat man den schönsten Blick über Sa Penya und den Hafen.

