Unesco Weltkulturerbe

Ibiza ist einer von lediglich wenigen Orten auf der Welt, deren Kultur- und Naturdenkmäler von der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) als sogenanntes "gemischtes Weltkulturerbe" ausgezeichnet wurden. Das Besondere an Ibiza ist, dass es auf Grundlage der Kriterien, die 1972 im Rahmen der Konvention zum Schutz des Welterbes deklariert wurden, sowohl als Natur-, als auch als Kulturerbe der Menschheit gilt. Offiziell wurde die Insel am 4. Juni 1999 in die UNSECO-Liste des Welterbes der Menschheit aufgenommen worden. Informationen hierzu in englischer Sprache: http://whc.unesco.org/en/list/417
Im Speziellen sind folgende Zonen der Insel seitdem geschützt :
Dalt Vila (Altstadt von Eivissa)
Die Oberstadt (Dalt Vila) ist die besterhaltene Festungsanlage aus der Zeit der Renaissance in Europa und ein einzigartiges Beispiel einer befestigten Akropolis.
Ursprünglich wurden die Befestigungen von Eivissa (Ibiza-Stadt) von den Mauren zwischen dem 9. und 13. Jahrhundert erschaffen. Die heute sichtbaren Mauern wurden zur Zeit Philipp des Zweiten erbaut. Die Architektur ist Vorbild auch für den spanischen Festungsbau in der neuen Welt.
Die Mauern sind mehrere Meter dick um umfassen eine Fläche von rund 300.000 Quadratmetern. Sie umschliessen eine nahezu vollständig erhaltene Altstadt. Dalt Vila wurde im Jahr 1946 zum Spanischen Nationaldenkmal erhoben.
Ausgrabungsstätte Sa Caleta
An der Südküste, in der Bucht Es Bol Nou, befinden sich die wenig erforschten Ruinen einer frühen karthagischen Siedlung. Sie ist ein außergewöhnliches Beispiel einer Stadtanlage wie sie in den Phönizischen Kolonien des 8. und 7. Jahrhunderts im westlichen Mittelmeerraums üblich waren.
Totenstadt Puig des Molins
Die Nekropole (Totenstadt) von Puig des Molins ist ein stichhaltiger Nachweis der Bedeutung der Insel für die Wirtschaft des Mittelmeers in der Antike. Insbesondere während der langen Herrschafts-Zeit der Phönizier und Karthager.
Sie ist die größte Anlage ihrer Artund umfaßt eine Fläche von ungefähr 50.000 qm. Die Nekropole hat 3.500 Grabkammern und stellt eine einzigartige Stätte karthagischer Kultur dar. Zusammen mit der Siedlung Sa Caleta (siehe oben) bietet Ibiza damit ein einzigartiges beispiel für Karthagische Kolonien im westlichen Mittelmeerraum.
Posidonia-Rasen im Naturreservat Ses Salines
Zwischen Ibiza und Formentera, genauer zwischen dem Kap Punta de ses Portes in der Nähe des Strands Ses Salinas und Formenteras Südküste sind auf sandigem Meeresboden neben wertvollen
Korallenriffen auch ausgedehnte Bestände an Posidonia-Seegraswiesen vorhanden. Diese Unterwasserpflanzen kommen nur im Mittelmeerraum vor und sind Heimat zahlreicher seltener Tierarten.
Die Wiesen bilden auch eine natürliche Barrieren, welche die Küste schützen und die Instandhaltung von Stränden und Dünen ermöglichen. Des Weiteren tragen sie auch zur Reinigung des Wassers bei.
Das Naturreservat Ses Salines bietet sich in jedem Fall für einen Ausflug an.





